Die Automatisierung von Transportprozessen zählt zu den wirkungsvollsten Hebeln, um die Effizienz in der Intralogistik zu steigern und Wettbewerbsvorteile zu sichern. Doch bevor Unternehmen investieren, stehen meist drei zentrale Fragen im Raum: Welche Kosten entstehen durch die Einführung eines fahrerlosen Transportsystems (FTS)? Wie schnell rechnet sich die Investition? Und welche Einsparungen sind realistisch? Wir klären auf:
Key Takeaways
So setzen sich die Kosten von FTS zusammen
Die Gesamtkosten eines FTS umfassen alle einmaligen und laufenden Ausgaben über die gesamte Nutzungsdauer. Für eine fundierte Betrachtung werden sie üblicherweise in drei Bereiche gegliedert:
1. Anschaffung & Infrastruktur
Zu den Investitionen gehören das Transportfahrzeug selbst, die notwendige Software zur Flottensteuerung sowie infrastrukturelle Anpassungen wie Ladezonen oder Anbindungen an bestehende Systeme. Auch Projektierung und Planung zählen dazu. Umfang und Kosten variieren je nach Anwendung und benötigter Komplexität.

2. Integration & Inbetriebnahme
Dieser Block umfasst Kosten für die Installation, die Einbindung in bestehende Prozesse sowie Schulungen für Mitarbeitende. Die Inbetriebnahme erfolgt häufig im laufenden Betrieb, wodurch kurze Unterbrechungen möglich sind. Ziel ist es, ein robustes System zu schaffen, das Unternehmen später selbst erweitern und betreuen können.
3. Betrieb & Wartung
Während das System läuft, entstehen Kosten für Service, Wartung, Software‑Updates, Anpassungen und Verschleißteile. Auch Energiebedarf und mögliche Erweiterungen der Flotte fallen darunter. Diese Aufwände bleiben im Vergleich zu den einmaligen Investitionen überschaubar und sichern eine hohe Systemverfügbarkeit.
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6 Hebel zur Kosteneinsparung mit fahrerlosen Transportsystemen
Die Kosteneinsparung durch FTS lassen sich in direkte und indirekte Einsparungen unterteilen. Dabei ergeben sich sechs große wirtschaftliche Vorteile für Unternehmen:

ROI von FTS berechnen: Schritt für Schritt
Der ROI steht für Return on Investment und misst die Wirtschaftlichkeit einer Investition. Bei fahrerlosen Transportsystemen fließen sowohl Einsparungen als auch zusätzliche Nutzenpotenziale in die Berechnung ein. Ergänzend ist die Amortisationszeit ein zentrales Kriterium für Investitionsentscheidungen.
Die Grundformel zur Berechnung des ROI und der Amortisationszeit lautet folgendermaßen:
ROI = (Einsparungen pro Jahr + jährlicher Zusatznutzen – jährliche Betriebskosten) / Investitionskosten x 100
Amortisationszeit (Jahre) = Gesamtinvestition / Jahresnettonutzen
Ein ROI zwischen 18 und 36 Monaten gilt als sehr gut. Viele FTS-Projekte haben eine Amortisationszeit von 1 - 3 Jahren, wenn Prozesse vorher manuell waren. Die tatsächliche Rentabilität hängt stark von Arbeitskosten, Wegstrecken und Tagesdurchsätzen ab. In Hochlohnländern und 3-Schicht-Betrieben fällt der ROI oft besser aus, in sehr kleinen Set-ups ist er konservativer.
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Strategischer Nutzen über den ROI hinaus
Neben messbaren Kosteneffekten schaffen fahrerlose Transportsysteme langfristige strategische Vorteile:

Erfahren Sie mehr über autonome mobile Roboter und ihre Vorteile in unserem Blogartikel Autonome mobile Roboter (AMR): Definition, Einsatz, Vorteile >
Praxisbeispiel Fronius: Vorteile & Nutzen
Fronius hat eine Flotte von 16 Open Shuttle Fork für den automatisierten Palettentransport im Einsatz. Sie fahren täglich rund 400 Kilometer, versorgen Produktionsinseln mit Paletten und verbinden unterschiedliche Hallen miteinander. Fronius ist in der Lage, flexibel und selbständig Prozesse zu ändern. Dadurch sind sie im Gesamtbetrieb schneller und kosteneffizienter.
Erfahren Sie mehr in der Case Study >

Finanzierungsmodelle von fahrerlosen Transportsystemen
Die Wahl des richtigen Finanzierungsmodells für fahrerlose Transportsysteme (FTS) und autonome mobile Roboter (AMR) hängt stark von den betrieblichen Anforderungen, der Investitionsstrategie und der Liquidität ab. Hier sind die drei gängigsten Optionen im Überblick:
| Finanzierungs-modell | Beschreibung & Vorteile | Geeignet für |
| Kauf | für langfristige Stabilität, einmalige Investition, Eigentumsrechte an Hardware und Software, Abschreibungsmöglichkeiten |
Unternehmen mit klar definierten Prozessen und ausreichendem Investitionsbudget |
| Leasing / Miete | Keine hohen Anfangsinvestition, planbare monatliche Raten, schont Liquidität, ermöglicht Flexibilität | Firmen mit wechselnden Anforderungen und Wunsch nach gleichmäßigem Cashflow, Abdeckung von Spitzenzeiten |
| Pay-per-Use | Abrechnung nach Nutzung, geringe Einstiegshürde, schneller Start | Unternehmen mit stark schwankender Auslastung oder für Pilotprojekt |
Ausschlaggebend für die richtige Wahl sind nicht nur die Kosten, sondern auch die strategische Bedeutung der FTS für das Unternehmen. Wer langfristig auf Automatisierung setzt, profitiert oft vom Kauf oder Leasing. Erfahren Sie hier mehr über unsere flexiblen Bezugsmöglichkeiten der Open Shuttles >

Fazit: Warum sich FTS lohnen
Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sind ein wichtiger Bestandteil moderner Intralogistik. Ihre klar definierten Kostenblöcke, Hardware, Software, Infrastruktur, Integration und laufende Betriebskosten, ermöglichen eine transparente ROI‑Bewertung und sichere Investitionsplanung. Während Anschaffung und Infrastruktur den größten Kostenanteil ausmachen, bleiben Betriebskosten wie Service, Energie und Updates vergleichsweise gering. Gleichzeitig senken FTS den Personalaufwand, reduzieren Transportschäden und sorgen durch ihren kontinuierlichen Betrieb für stabile Prozesse. Dadurch amortisieren sich Investitionen häufig bereits nach zwei bis drei Jahren. Unternehmen, die früh auf FTS setzen, profitieren langfristig von planbaren Kosten, hoher Skalierbarkeit und einer flexiblen, zukunftssicheren Basis für wachsende Anforderungen.
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